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Reisebericht - Istanbul-Studienreise

 

Istanbul - Studienreise, 12. - 17. April 2007

Kultur / Shopping / Ausgang

Reisebericht

Donnerstag-Nacht:

Wir, 20 Bauchtanz-Schülerinnen und zwei Kursleiterinnen der orientalischen Tanzschule Pyramide aus Sursee (LU), sind vom Flughafen Basel-Mulhouse aus mit Easy-Jet nach Istanbul geflogen. Der Flug dauerte fast 3 Stunden. Wir landeten mitten in der Nacht in Istanbul. Ein Bus, den wir im Voraus über das Internet be­stellt hatten, holte uns am Flughafen von Istanbul ab. Für 15 Euro pro Person (Hin- und Rückweg) und brachte uns in unser Hotel.

 

1.Tag: Freitag-Morgen

Nach einer kurzen Nacht im Hotel Romance, dass sich mitten im orientalischen Teil der Altstadt befindend, forderte der Chef-Receptionist Cetin, die Barbezahlung der Übernachtungen sowie der Show. Er gab noch eine gefälschte Rechnung ab!

 

Die Hotel-Rezeption versuchte ständig uns Touren und Shows anzudrehen, mit der Begründung es sei absolute Hoch­saison und alles sei ausgebucht und deshalb sofort buchen wenn wir noch Plätze bekommen möchten. Eigentlich wollten sie uns nur austricksen, damit wir keine Preisvergleiche machen konnten und somit an einem Ort buchen wo es günstiger ist. Sie wollen ja die Kommission für sich beanspruchen. Es war natürlich sehr verlockend für sie, da wir eine grosse Gruppe waren. Blöderweise haben wir uns stressen lassen und wurden plötzlich unsicher, somit haben wir halt doch eine Show über unser Hotel gebucht und viel zu viel bezahlt, wie zum Beispiel 60 Euro für das Dinner & Show im Galata Turm. Ansonsten ist das Hotel sehr sauber, bequem und das Personal freundlich.

Wir konnten im Restaurant des Hotels bis um 10.30 Uhr noch frühstücken. Anschliessend lernten wir unsere Reiseführerin „Jutta“ kennen, über Sim Moda engagiert), die einige Jahre in Zürich gelebt hatte und Hoch-Deutsch sprach. Sie erklärte uns sogleich, dass es für uns alle einiges einfacher machen würde, wenn wir sie als unsere Freundin ausgäben.

     

Nachdem wir uns alle vor dem Hotel versammelt hatten, ging unsere Entdeckungsreise durch den orientalischen Teil von Istanbul auch schon los. Bereits nach wenigen Schritten fiel uns der chaotische Strassenverkehr auf. Beispielsweise fuhr das Tram teilweise so nah an den Gebäuden und dem Mini-Trottoir, dass man sich an die Wand quetschen musste, um nicht überfahren zu werden. Der erste Eindruck von den Autofahrern war, dass sie alle so schnell wie irgendwie möglich fuhren und dabei jegliche Verkehrstafeln und Ampeln missachteten. Als Fussgänger die Strasse überqueren wollten, kam einem abenteuerlichen Slalom gleich. Denn auch wenn die Fussgängerampel auf grün war, fuhren die Autos einfach weiter. Da die meisten von uns daher unschlüssig am Strassenrand stehen blieben, stellte sich „unsere Freundin“ einfach auf die Strasse mitten in den Verkehr und stoppte die Autos, damit wir die Strasse überqueren konnten. Kurze Zeit später standen wir vor dem historischen Gebäude der Istanbuler Post, das wie Jutta behauptet über 1000 Jahre alt sei. Wir zweifelten jedoch daran. Der nächste Stopp war bei einem Geld-Change Bankschalter, wo wir Geld wechselten. Die türkische Währung Lyra entspricht etwa 1:1 dem Schweizer Franken. Für uns war das sehr praktisch zum Rechnen.

Während wir dort auf den Rest der Gruppe warteten, kamen zwei junge Männer auf uns zu und boten uns aus grauen Plastiktaschen angebliche Marken-Parfüms für 10 T.Lyra an. „Garantiert echt“ sagten sie auf Englisch. Ja klar, garantiert echt – echte Fälschungen. Wen dies nicht störte, konnte die Fläschchen teilweise bereits ab 2 T.Lyra kaufen. Schlussendlich lieferte sich Jutta eine lautstarke Auseinandersetzung mit einem der Beiden, da er uns allzu aufdringlich seine Produkte hatte aufschwatzen wollen. Wir gingen weiter, vorbei an einem der vielen Brotkringel-Verkäufer, und kamen zum Ägyptischen Basar.

Man trat durch ein grosses Tor in einen langen, beeindruckend hohen Gewölbegang ein und fühlte sich wie in einer anderen Welt. Es war viel ruhiger als draussen auf der Strasse, interessante Düfte kamen einem entgegen und der Anblick der vielen verschieden Geschäfte, die sich zu beiden Seiten des Ganges befanden, war beeindruckend und ungewohnt. Angeboten wurden Schmuck, orientalische Kleider und Schuhe, Gewürze, Tees, Nüsse, Dörrfrüchte und unzählige türkische Süssigkeiten. Preise sah man eher selten angeschrieben, darüber wurde verhandelt. Die Verkäufer waren ausschliesslich Männer und sie stürzten sich regelrecht auf uns, eine Gruppe von über 20 Frauen. Jeder behauptete, seine Waren seien die Besten, sein Schmuck der Schönste und alle paar Meter bekam man Süssigkeiten zum Kosten angeboten. Manchen von uns wurde dieser Ansturm fast etwas zu viel und sie waren froh, als wir den Basar und die angrenzenden Marktstände durchquert hatten und uns nun auf einem Platz vor einer der vielen Moscheen Istanbuls befanden.

Wir überquerten den Platz und gelangten durch eine Fussgängerunterführung auf den unteren Teil der Galata-Brücke, der nur für Fussgänger zugänglich war und wo sich zahlreiche Cafés befanden. Nach dem wir die Sicht auf den Bosporus und die beiden Stadthälften Istanbuls ausgiebig genossen und fotografiert hatten, setzten wir uns zwecks Pause in eines der Cafés. Natürlich gab es auch da türkische Spezialitäten zu trinken: Apfeltee oder Türkischen Kaffee. Als es ums bezahlen ging, verlangte der Kellner von uns 3 bis 4 Lyra (3 bis 4 CHF!!) pro Getränk – Einheimische bezahlen aber höchstens 1.50 Lyra. Dies sagte Jutta dem Kellner und es kam zu einer kurzen Auseinandersetzung. Das Resultat davon war nicht allen ganz klar, da niemand türkisch verstand und die Getränke aus der Reisekasse bezahlt wurden, aber wahrscheinlich mussten wir schlussendlich etwa 2 Lyra pro Getränk bezahlen.

Jutta führte uns weiter, hoch auf die ziemlich stark befahrene Galata-Brücke, wo wir den Bosporus noch vollständig überquerten und so in den moderneren Teil von Istanbul gelangten. Die Strasse unterquerten wir in einer Fussgängerunterführung. Dann führte uns unser Weg vorbei an vielen Banken, die allesamt von Polizisten bewacht wurden. Vom Trottoir aus konnten wir den chao­tischen Verkehr gut beobachten und wir amüsierten uns ob den Parkiergewohnheiten der Türken: kreuz und quer, zum Teil mit zwei Rädern auf dem sehr hohen Trottoirrand, wie es gerade passte. Danach bogen wir in eine wenig befahrene Seitenstrasse ab, die uns auf einen der sieben Hügel Istanbuls führte. Anscheinend war dies das Elektro-Quartier, denn auf beiden Strassenseiten befanden sich Läden, in denen man entweder Lampen oder meterweise Kabel kaufen konnte.

 

1.Tag: Freitag Nachmittag

Auf einem der Hügel oben angelangt erwartete uns die endlose Einkaufstrasse Istanbuls: Istiklal Caddesi, die einen sehr an Einkaufsmeilen in Mitteleuropa erinnerte. Wir nannten sie die „Bahnhofstrasse von Zürich“. Sie war sehr breit, zu beiden Seiten Geschäfte und in der Mitte fuhr ein Tram, genau genommen ein einzelner Tramwagon (Tünel) mit offenen Türen. Wir folgten dieser Strasse, machten gelegentlich Abstecher in interessante Geschäfte und gelangten schlussendlich an unser eigentliches Hauptziel unserer Reise: die Boutique „Sim Moda Evi“. Kostüme wie Träume aus 1001 Nacht!? in der ein paar von uns Bauch­tanzkostüme nach Mass bestellt hatten. Der Inhaber war noch ausser Haus zum Beten, aber wir wurden von den Frauen des Hauses empfangen und zu einem Mittagsimbiss mit Fladenbrot, Köfte und Ayran eingeladen. Das Essen schmeckte, jedoch nicht ganz allen; die Vegetarierinnen waren von der Rohfleisch-Spezialität Köfte nicht sehr begeistert und erhielten statt dessen Nudelsalat mit Joghurt-Sauce. Dann ging es los mit der Kostümanprobe, welche für einige eine böse Überraschung war....

Was uns nicht erfreute waren die Kostüme unserer „Begierde“. Im Januar sind wir (Nabila, Jasmin, Alexandra, Brigitte) extra nach Istanbul geflogen, um unsere Skizzen & Wünsche mitzuteilen. Von den vielen Skizzen & Fotos hatte Ismail leider etwas über die Hälfte verloren (Hä???)!! Der Stoff reichte leider auch nicht für alle vier Kostüme und aus einem spanisch-orientalischem Kostüm ist ein türkisches Putzfrauenkleid geworden!

Fünf Stunden können sooooo langen dauern. An­ziehen, heften (schmerzhaft), wieder ausziehen, ab­ändern, und so ging es die ganze Zeit... so langweilig!

Letzten Januar sprach Ismail noch englisch, plötzlich hat er alles verlernt und konnte kein Wort mehr; „Sorry, I don’t speack english“. Zum Glück hatten wir ja eine türkische „Stadtführerin“ dabei – jedoch schien es, als würden sie nicht den gleichen Dialekt sprechen. Somit war die Kommunikation begleitet von Missverständnissen, Körpersprache und einem etwas lauterem Tonfall.

Juhui, endlich ist es soweit. Sechs der Gruppe verlassen mit Nabila die Sim Moda Evi und marschieren gespannt zur Misar Boutique, wo unsere Kostüme schon auf uns warten. Cony, Sandra und Jasmin haben dort Kostüme bestellt. Sabrina, Monika, Luzia und Theres begleiten uns. Vielleicht finden sie dort auch noch ein schönes Hüfttuch oder was anderes.
Zum Glück wusste noch Nabila wo die Misar Boutique sich befindet.
Treppensteigen ist angesagt. So viele Türen und nicht eine ist angeschrieben.

Jetzt geht es erst recht los. Wir dürfen unsere Kleider anprobieren... endlich! Doch die Enttäuschung war für Cony, Jasmin und Sandra immer grösser. Das erste Kleid von Cony ist viel zu gross und das Zweite sieht gar nicht wie ihre Bestellung aus. Statt aus Stretchstoff ist das Kleid aus Samt und es hat viel zu viele silberne Stickereien. Cony fühlt sich wie ein „Christmas Tree“. Bei Sandra sieht es ähnlich aus. Der Rock ist ihr viel zu klein und das ganze Kostüm entspricht nicht ihren Vorstellungen. Jasmins Kleid ist soweit in Ordnung. Nur der Rock ist etwas zu knapp geraten. Dafür haben Therese und Sabrina Glück, sie finden ein Kleid ab der Stange das nur noch an die Figur angepasst werden muss. Nun sind einige überglücklich und ein paar andere sehr enttäuscht. Sandra und Cony wollen ihr Kleid so nicht mehr kaufen. Blöderweise hatten sie schon eine Anzahlung geleistet und das mit der Kommunikation war auch ziemlich schwierig. Sie wollen ihr Geld zurück, jedoch will er das Geld nur Nabila zurück bezahlen. Aber Nabila war inzwischen zurück zur Sim Moda Evi gegangen. Also vereinbarten wir für den nächsten Tag einen weiteren Termin um 17:00 Uhr zu einer weiteren Anprobe und der Rückzahlung.

Nun ist es schon 17.00 Uhr...wir haben keine Nerven mehr, gehen deshalb in ein Restaurant und gönnen uns ein Glas Rotwein. Danach machten wir uns auf den Rückweg ins Hotel.

Fazit des Tages: Türkisch & Türkisch ist oft nicht kongruent!

1.Tag: Freitag Abend

Sufiabend: Um Sieben Uhr liefen zur neunt zu der Sirkeci Train Station. Eine türkische, mystische Tanz Show in einem wunderschönen Saal im Bahnhof, genannt Orientexpress, erwartete uns. Die Show dauerte von 19.30 – 20.45 Uhr und kostete 18 Euro pro Person. Mit grosser Begeisterung lauschten wir der Sufimusik zu und beobachteten den ruhigen Drehungen der Derwische zu. Bevor sie sich jedoch anfangen haben zu drehen, haben sie sich durch einen bestimmten zeremoniellen Ablauf in Trance versetzt. Alle tragen hohe, runde, graue Filzhütte und eine schwarze Robe. Bei Beginn des Tanzes ziehen die Derwische den Umhang aus und tanzen mit einem weissen Kostüm. Sie drehen sich gleichmässig, mit geschlossenen Augen, um die eigene Achse zirka 15 Minuten bis sie eine kleine Pause machen und danach geht es wieder weiter. Beim drehen tauschen sie die Plätze ohne sich dabei anzuschauen... sie befinden sich in totaler Trance. Dieses Erlebnis war sehr eindrücklich da eine ganze Philosophie dahinter steckt.

Mit dieser besinnlichen Bestimmung in uns gingen wir zurück in Richtung unser Hotel und machten noch einen Stopp in einem Souvenir Shop (Nabila hat dort Ware für den Kostümverleih und für die Fasnacht eingekauft.
Danach waren wir hungrig und gingen in das einladende Restaurant Adora neben unserem Hotel. Nach diesem ersten aufregendem Tag waren wir überglücklich, leckeres Essen zu bekommen (Fisch, Vegetarisch und Fleisch). Ein grosszügiger und sehr witziger Wirt versüsste uns den Abend mit allerlei Witzen und „verliebte“ sich in Melanie: Er las ihr jeden Wunsch von den Augen ab!

Zurück im Hotel haben wir uns entschlossen unsere falsche, unkompetente Reiseführerin zu entlassen und somit auf ihren Dienst zu verzichten. Ab sofort übernimmt Eveline, einstimmig gewählt, diesen Posten, da sie sehr viel über die türkische Kultur wusste.
Hier ein Tipp: Es lohnt sich in Istanbul einen Reiseführer direkt vor den Sehenswürdigkeiten zu engagieren.

2.Tag: Samstag

Wie abgemacht ist natürlich die Betrügerin von einer Reiseführerin bei uns im Hotel aufgetaucht nachdem wir gefrühstückt haben. Nabila hat sie auf die Seite genommen und ihr klar gemacht, dass unsere Gruppe sie nicht mehr braucht und somit entlassen ist. Natürlich gab es einen Skandal und sie wollte, dass wir sie ausbezahlen fürs nichts tun und noch schlimmer kein historisches Wissen. Nachdem wir gedroht haben die Polizei zu rufen, hat sie ihren Lohn vom gestrigen Tag genommen und ist abgehauen forever!

Danach haben wir uns auf den Weg gemacht zu der berühmten Moschee, Hagia Sophia. Dort hat unsere neue Reiseführerin, Evelyne, uns eine geniale, kurze Zusammenfassung vorgetragen. Da so viele Leute angestanden sind, haben wir uns spontan entschlossen zuerst in die blaue Moschee (Eintritt gratis) zu gehen, die sich gegenüber befindet. Auch dort hat uns Evelyne kurz in die Geschichte eingeführt. Beim Eintreten mussten wir unsere Schuhe abziehen und in einem Sack mitnehmen. Einige von uns haben sich sogar aus Respekt gegenüber der Religion und der islamischen Kultur verschleiert... was auch eine sehr beeindruckende Erfahrung war. Dieser Ort ist sehr mystisch und auf eine spezielle Art verzaubert. Es waren auch Leute die dort auf den Gebetsteppichen am Beten waren.

Nachdem wir uns draussen alle versammelten, hat sich die Gruppe aufgeteilt. Die einen gingen die Hagia Sophia besichtigen (Eintritt: 10 Euros), andere gingen zum Grand Bazar oder sonst einfach shoppen....

Eine Gruppe ging mit Nabila zur Misar Boutique zur Kostümprobe. Wir suchten zwei Taxis. Wie üblich, die Taxifahrer versuchen die Touristen so gut es geht zu bescheissen, wenn sie merken, dass man sich in der Stadt nicht auskennt. Nabila gab uns den Tipp: auf `Taximeter schauen: Startpreis soll ca. 1,8 T. Lira sein. Von der Altstadt, zum Beispiel von Aya Sophia bis Taksim Platz kostet die Strecke nicht mehr als 8 T. Lira. Man muss halt die Zahl mit den Fingern zeigen und so wurde der Preis abgemacht. Trotz allen Massnahmen, wurden viele von uns regelrecht betrogen: sie machten riesige Umwege und verlangten bis Fr. 30.--  für Strecken die knapp Fr. 5.- bis Fr. 8.- kosten sollten!!

2.Tag: Samstag Nachmittag

Einige von der Gruppe haben sich zusammen geschlossen und starteten eine grosse, herumirrende Suche nach der Kristallbijouterie im Quartier „Mermerci Han“ in der Nähe vom Grand Bazar. Anfänglich scheint niemand diese Strasse zu kennen, doch nach langem hartnäckigen Nachfragen sind wir endlich dort. Also, da sind wir....Hurra! Als erstens führt uns Nabila wie gesagt in diesen Laden (1'600 Schubladen!!) mit tausenden von Perlen, Glassteine, Schmuck, Applikationen, Stoffe, Pailletten, Swarowski Steinchen und Glitzersachen non Stopp! Nur zum nennen: Dort kosten 100 Gramm Swarowski Steinen in allen Farben und Formen nur 20 Euro. Die Zeit läuft nur so davon. Nabila sucht Steine für Ihre Kleider zum besticken vor allem in Grüntönen. Plötzlich sehen wir grün, ziehen an der Schublade...Oh Schreck, sie fällt uns mit dem ganzen Inhalt entgegen und wir haben eine riesige Unordnung veranstaltet. Wir mussten alles wieder aufräumen und die kaputten Steine heraussortieren.

In dieser Strasse hat sich Sandra den ganzen Nachmittag verweilt, mit der Suchen von Accessoires und Stoffe um selber ein märchenhaftes Kostüm zu nähen, in rosa und giftgrün, da sie langsam vor Wut, ganz giftig  wurde J weil sie kein passendes Kostüm gefunden hatte.

Im Laden nebenan kaufte sich Nabila eine komplettes Sultanin Kostüm für nur 30 Euros: Ein langes Kaftan mit Pluderhose und Oberteil und die dazu passenden Schuhe mit Gürtel: Alles in Samt, dunkelrot mit Gold bestickt: Wunderschön!

Weiter ging es zu den Hüfttüchern und Tanzschuhen... natürlich schlägt Nabila am meisten zu: Sie kaufte sich 20 Hüfttücher in allen Farben, sowie Tanzschuhe für ihren Basar im Tanzstudio Pyramide, Sursee.

Beim Schmuck ist Sabrina kaum noch aufzuhalten und die Männer können sich bei ihr nicht mehr haltenJ. Da sie so hübsch ist und lange, blonde Haare trägt, bekam sie innerhalb von 4 Tage gut 3 Heiratsanträge: richtig auf den Knie, auf der Strasse!! Ein echtes Schauspiel!! Wir lachten uns krank!

Bei den Ringen sind Ana und Luzia kaum weg zu bringen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Monika kaufte 30m Pailletten für knapp 10 T.Lyra!! Unglaublich!
Auf dem Weg zurück ins Hotel ging alles gut. Diesmal haben wir uns nicht mehr verlaufen.

2.Tag: Samstag Abend

Schon wieder drängt die Zeit sich schick zu machen. Jedoch war der Stress vergebens, da der Bus unpünktlich war.

Wir haben 21 Plätze im Show Ort „Gar“ reserviert. Diesmal über das Hotel Adora und zwar nur für 35 Euro anstatt 50 Euro, wenn wir es über unser Hotel reserviert hätten. In diesem Preis war inbegriffen: Bus Transfer, Show, Essen und Getränke auch mit Alkohol.

Das Essen war nicht berauschend aber in Ordnung, da es Massenabfertigung war. Die Show war von sehr vielen internationalen Gästen besucht. Während des Abends gab es drei Bauchtanz Auftritte von drei verschiedenen Tänzerinnen, wobei die eine super gut war, die zweite mittelmässig und die letzte schwach war... wir vermuten dass die letzte eine Slawin ist.

Danach folgte eine Folklore Show mit Männer und Frauen mit mittelmässigem Niveau. Dann kamen drei Kaukasus Tänzer: sie boten eine unvergessliche Show an. Anschliessend gab es eine sehr witzige Show von zwei Männern die sich als verliebte Bäuche verkleidet haben. Zuletzt gab es noch ein Entertainer der je ein Lied in der entsprechenden Gäste-Nationalität gesungen hat wie: Ungarisch, Spanisch, Russisch, Japanisch, Italienisch, Deutsch, Schweitzerdeutsch, Türkisch und Französisch. Das Konzept war so gedacht, das jede Nationalität an einem langen Tisch sitzt und der Entertainer hatte davon einen Plan. So wusste er genau wo wir Schweizer sitzen und konnte uns somit „es buure büebli hani gärn“ singen und wir schaukelten hin und her sitzend mit den Ellbogen...wie an der Fasnacht.

Eigentlich war das Essen in den anderen Shows der darauf folgenden Tagen immer das Selbe: Ein grosser, kalter Vorspeiseteller mit türkischer Antipasti, zwei Frühlingsrollen mit Käse, gemischter Salat, Mixed Grill mit Beilage, Früchteteller, Chips und allerlei Kernen (Pinien, Nüsse...), Wein, Wasser, Limonaden. An diesem Abend tanzten Nabila und Sandra ein Wiener Walzer und twisteten herum mit Theres, Luzia und Brigitte wie die wilden Hühner.
Kurz vor Mitternacht machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel.

Aber der Abend war aber noch lange nicht zu Ende. Gleich neben unserem Hotel befand sich ein irisches Pub und dort feierten einige von uns noch weiter. Als um 02.00 Uhr das Pub am schliessen war, wurden Soraya, Ana, Melanie und Jasmin von den süssen Kellner in eine Disco eingeladen. Die Disco ist sehr stylisch eingerichtet... sehr westlich, überhaupt nicht orientalisch. Wir tanzten richtig ab mit den Jungs und um 04.00 Uhr machten wir uns auf den Rückweg.... endlich ins Bett.
 

3.Tag: Sonntag Morgen

Heute war die Besichtigung des Topkapi Palast angesagt. Jasmin und Sandra verkürzten ihre Morgentoilette, um frühzeitig die Eintrittsbillete für die ganze Gruppe zu besorgen. So mussten wir nicht Schlange stehen. Der Eintritt in den Topkapi kostet 10 Euro. Der Ort ist riesengross! Es hat viele wunderschöne Gärten, Allee, Wege... Da wurde Nabila fast beraubt!! Sie wollte rasch das Restgeld von der Gruppe zusammenzählen um zu wissen, ob ein Hammam Besuch darin liegt. Sie sass im Garten, als plötzlich 2 Junge Männer sie umrahmten und den Umschlag klauen wollten! Sie reagierte blitzschnell, da sie ihre Schatten gesehen hat und das Schlimmste vermutet hat. Sie konnte das Geld und ihre Tasche rechzeitig am Körper packen und die zwei machten sich aus dem Staub! Leider, 2 Stunden später, wurde Soraya das Fotoapparat geklaut: na ja, es musste was geschehen!!?

Im Innern des Palastes bewarben wir uns um die Aufnahme in den königlichen Harem des Sultans...hehehe, die hatten es einfach zu schön in diesem goldenen Käfig, humm!
Bevor wir dem Sultan persönlich begegneten, sahen wir uns in seinen Räumlichkeiten um. Die wunderbaren Kacheln, die Aussicht über die Stadt und das Meer, die grossen Spiegel im Haupttor und die Zimmer des Sultans hatten uns recht beeindruckt. Beim Sultan hätten wir alles bekommen, nur die Freiheit nicht und die ist uns doch am wertvollsten. Deshalb erteilten wir dem Sultan eine Absage.

Unsere Tanzharemmutter „Nabila“ wartete im Museumscafé auf uns, wo ein schlechtes Fastfood Menu den sultanischen Preis von 54 Lira bot (entspricht CHF 54.-!!) (ein Espresso kostet: CHF 7.-!!)

3.Tag: Sonntag Nachmittag

Nach der Topkapi Besichtigung wollten zwei Frauen unbedingt ins Hammam, alleine, um am nächsten Tag in aller Ruhe einkaufen zu können. So schade! Sie waren die einzigen im leeren Hammam und nach 1,5 Stunde kamen sie zurück, eher unzufrieden und ziemlich geschafft, da es zu zweit eher kein Erlebnis war. Sie vergassen dabei, dass ein Hammam Besuch anders abläuft. Es sind Rituale, an die man sich einhalten sollte, ein bestimmtes „mitmachen“ und ein wunderschönes, unvergleichliches Erlebnis, das man NUR in einer Gruppe erleben kann, wie in den „früheren Zeiten“.

Die anderen gingen in die nahen wunderschönen Gärten; oder ganz einfach shoppen im westlichen Teil. Die normalen Läden waren zum grossen Teil geöffnet; nur der Grand Basar ist am Sonntag geschlossen!

Um 18:00 Uhr kamen die 3 Schneiderinnen von der Misar Butik zu uns ins Hotel und brachten 7 Kostüme, die sie am Tag davor anfertigt hatten. Jedes Kostüm kostet 300 Euro!! Jedes Stück ist ein Einzelstück. Alle sind wunderschön bestickt, komplett mit Handschuhe, Haarband, Fussband, Schleier, Rock, Gürtel, Oberteil! Echt billig, nach Mass geschnitten und angepasst: und vor allem Auftrittsreif!! Wir bezahlten alle in Euros, bar. Bei ihnen gibt’s keine richtige Quittung, sondern ein Betrag auf der Visitekarte.

Am Sonntag-Nachmittag hatten wir frei ;-)!!!  Fünf von uns besichtigten die Basilika Cisterne, Eintritt: 10 T. Lyra, unter der Leitung von Eveline. Dies ist ein unterirdischer Wasserspeicher der im 6. Jahrhundert gebaut wurde. Man läuft über einen Holzweg über einen kleinen See in dem hunderte von Fische schwimmen. Drei von uns pilgerten danach noch zur Süleymaniye Moschee. Die anderen der Gruppe schlenderten auf der Strasse herum oder machten Siesta.

 

3.Tag: Sonntag Abend

Heute erwartet uns eine Belly-Dance Show im Galata-Tower. Wir wurden mit dem Bus vom Hotel abgeholt.

Beim auffälligsten Blickfang des Stadtteils Galata, steht der 62 Meter hohe Turm in dem wir das Abendessen einnehmen werden. Nun geht es in den 7. Stock mit dem Lift und die letzten 3 Stöcke müssen wir zu Fuss bewältigen.
Wow! ist das schön hier. Wir haben den besten Tisch bekommen und zwar genau bei der Bühne. Man kann hier eine wunderschöne Aussicht über ganz Istanbul geniessen.

Die Vorspeise wird serviert. Leckerer Käse, Bohnen, Bourgoul Häppchen, Reis im Weinblatt... schmeckt lecker. Danach folgt der Salat. Zum Glück mit Essig und Oel, sonst würzen die Türken den Salat nur mit Zitronensaft.

Die Show fängt an. Es fehlen aber noch einige Musiker. Die werden dann vom Publikum aufgefordert.
Ursina, Soraya, Cony haben das Glück den Sultan auf die Bühne zu begleiten. Die erste Darbietung startet. Eine junge „Tänzerin“ mit Isis-Wings erscheint. Danach gibt es ein paar Showeinlagen mit Schleier und darauf wird noch ein Bodenteil vorgeführt. Jetzt werden die Zuschauer aufgefordert beim Sultan zum mittanzen. Nun wird es etwas traditioneller, verschiedene Folklore Tänze sind angesagt.

Inzwischen haben wir den Hauptgang serviert bekommen. Es gibt Fleisch, Fisch, Huhn oder Vegi. Die Nachspeise sieht auch super lecker aus.

Jetzt erscheinen die Kaukasustänzer und bieten eine unvergessliche Show. Man kann ihnen so gut ansehen, dass sie Freude am tanzen haben und sie tanzen mit einem unbeschreiblichem, einmaligen Stolz. Während dem Tanzen werfen sie kunstvoll Messer herum die sie zwischen den Lippen tragen.

Eine Folkloregruppe tanzte zu viert, sehr schöne und elegante türkische Folkloretänze.

Danach folgt eine weitere Bellydance Show mit einer sehr guten Tänzerin. Gleichzeitig feierte ein türkisches Paar ihre Verlobung. Alle Besucher bestaunen die Verlobte... Sie sieht einfach wunderschön aus.

Zuletzt taucht noch ein Entertainer auf, der mit uns allen singt und die Zuschauer zu verschiedenen Tänze auffordert. Es geht richtig lustig her: unsere Gruppe machte richtig mit: wir tanzten Rumba, Chacha, Jive, Orientalischer Tanz, Walser... Um 24.00 Uhr werden wir von unserem Bus wieder ins Hotel zurück gebracht.

4.Tag: Montag Morgen

Am letzten Morgen steht der Besuch eines Hammams auf dem Programm. Da wir nicht über unser Hotel gebucht haben (wegen den Kommissionen!) holte uns der Bus nicht beim Hotel ab sondern beim Bahnhof „Orient Express“... So durften wir uns noch kurz unsere Beine vertreten. Dort wird zuerst der eine Teil von uns mitgenommen, da es nicht genug Platz für alle im Bus hatte. Die restlichen fünf Damen wurden zehn Minuten später abgeholt. Damit diese auch so schnell wie möglich wieder bei den anderen sind, werden sie per Blaulicht hingefahren d.h. der Fahrer fährt einem Ambulanzfahrzeug hinterher... witzig!

Das Ziel ist das „Suleymaniye Hammam“, Eintritt: 30 Euros, inkl. Nasszone, Dampfbäder, Umziehkabine mit Schlüssel, Betreuung von türkischem Personal, ein Apfeltee: ca. 2,5 bis 3. Std. Aufenthalt.

Es ist das älteste Hammam von Istanbul und wurde im Auftrag des Sultans Suleymaniye von dem berühmten Architekten Sinan, vor ca. 500 Jahren, fast nur aus Marmor gebaut! In der Eingangshalle befindet sich eine Umkleidegalerie aus geschnitztem Holz mit vielen kleinen, einzelnen Kabinen.

Dort drinnen sind auch schon die rot/karierten Shorts und Bikinis bereit, die wir anziehen. Danach bekommen wir für die Füsse Holzzoggeli und machen uns auf dem Weg. Wir sehen total lustig aus... vor allem das Bikinioberteil hat eine Einheitsgrösse und passt somit nicht jedem so gut... wenn ihr versteht J. Deshalb mussten wir noch ein paar komische Fotos als Erinnerung machen. Danach gingen wir ins Hammam hinein, wo es sehr feucht und warm war. In der Mitte befindet sich ein grosse Liegefläche... alles besteht aus purem Marmor. Rund herum befinden sich kleine, offen Nischen mit Liegen und Wasserbecken um sich abzukühlen... auch alles aus Marmor gemacht.

Einige von uns machen es sich gemütlich und andere veranstalten eine lustige Wasserschlacht. Da wir eine Gruppe sind, waren nur wir dort und keine weiteren Fremden. Nach zirka 30 Minuten erscheinen nun sechs türkischen Herren, die unseren Körper zuerst mal sanft peelen und kratzen... eine nach der anderen. Danach dürfen wir uns hinlegen und werden richtig fest mit Seife eingeschäumt... was für ein wundervolles Gefühl, humm. Aber es kommt noch besser. Währenddem wir in der Seife versinken, massieren sie uns mit schnellen und kräftigen Bewegungen. Sie gehen sehr behutsam mit uns vor... danach fühlt man sich als würde man fliegen. Ein unbeschreibliches Gefühl!!!! Nach dieser herrlichen Massage werden wir mit frischem Wasser abgewaschen; den Kopf wird ebenfalls mit Shampoo gewaschen und somit sind wir wieder in der Wirklichkeit zurück. Danach wurden wir einen Ruheraum gebracht und in trockene Tücher eingewickelt und werden sogar noch abgetrocknet. Beim ausklingen wird uns noch typischer türkischer Apfeltee serviert. Welch ein Genuss...

Nun sind wir aber wirklich wieder back to reality. Wir gehen noch kurz auf die Terrasse vom Hammam und geniessen die Aussicht über ganz Istanbul und schon geht es wieder weiter. Dieser Hammam Besuch war das Highlight vom ganzen Aufenthalt: alle waren sich einig.

Der Weg zurück führt über kleine Gassen, Läden und Obststände. Dieser Besuch war das Highlight unserer Reise und sollte bei einem Aufenthalt in Istanbul nicht fehlen.
Nabila und Jasmin wollten noch Geld wechseln und hier, wieder, Betrug: unglaublich!! Am Bankschalter, Jasmin wechselte Fr. 100.- und zählte das Geld nicht sofort (leider!). Wir gingen weiter shoppen, essen...Als sie das Taxi bezahlen wollte, schreite uns den Taxifahrer an: was soll das??? Wir begriffen nichts! Wir bekamen die Geldnote zurück und er verlangte eine andere Geldnote! Da wir uns in einem anderen Quartier befanden, wir gingen zusammen zur Bank mit der seltsamen Banknote: darauf bedruckt war die Zahl 250'000.- man erklärte uns, es sei die uralte türkische Lira, eine veraltete Währung: Wert: 25 Rappen !!!! Jasmin wurde um Fr. 50.- betrogen! Und so ging es weiter mit dem Betrug... Eine von uns kaufte eine „sogenannt“ Platte aus Messing mit roten Teegläsern (sie dachte, das Glas sei rot). Die Farbe entpuppte sich als Plastikfolie über das Glas!! Kaum in Berührung mit Wasser, war die dünne Folie weg! Echt deprimierend!

4.Tag: Montag Nachmittag

Während dem sich die Gruppe wieder aufgeteilt hat und alle machen was sie wollen, hatte wir um 14.00 Uhr Treffpunkt bei Sim Moda Evi. Brigitte und Alexandra waren die ersten und fangen schon an mit dem anprobieren der Orientalischen Kostüme an, welche teilweise fertig sind und ziemlich gut sitzen. Für das Flamenco-Oriental Kostüm muss Brigitte noch warten. Unterdessen können wir der Versuchung andere Kostümen zu probieren nicht widerstehen. Leider reicht unser Budget nicht mehr aus, da die Kostüme sehr teuer sind...!
Hier eine kleine Bemerkung betreffend Kostüme bestellen: Wir haben während dieses Aufenthalt festgestellt, dass es sich NICHT lohnt, Kostüme im Voraus zu bestellen. Es nützt echt NICHTS: auf 10 bestellten Kostüme, war nur eines davon nach Wunsch angefertigt!! Es ist ein Alptraum! Erstens, sie können einfach nicht richtig nach Kundenwunsch ein Kostüm anfertigen, denn sie haben Mühe ein Kostüm nach Zeichnung zu nähen; lieber Foto mitnehmen und dennoch! Zweitens, bestellte Kostüme haben viel weniger Strass, Pailletten, Perlen usw. als Kostüme ab Stange und, vor allem, kosten diese gleich viel!! Also, FAZIT: es lohnt sich viel mehr ab Stange ein Kostüm zu kaufen und vor Ort die nötigen Änderungen machen zu lassen: für die Schneiderinnen ist es ein Kinderspiel!
Wir bestellten 7 Kostüme bei Sim Moda Evi: keines wurde wie abgemacht angefertigt. Im Januar hatten wir neue Kostüme, nach Mass bestellt: wir hatten Stoff und Perlen gewählt, Körpermass angegeben, Kostüme gezeichnet und Fotos gebracht.... 2 Monate später, 2 Kostüme waren überhaupt nicht genäht und wurden ganz schnell und irgendwie zusammengestellt; bei andere Kostüme wurden Stoff und Farben verwechselt (ein Alptraum pur!!); andere Kostüme hatten den falschen Schnitt und sassen überhaupt nicht, da falsche Grösse usw. Nach vielem Geschrei und einem riesigen Skandal, mit Ismail dem Besitzer vom Sim Moda Evi, er spricht etwas englisch, wurden die Kostüme einigermassen „geflickt“.

Aber er verlangte den gleichen Preis wie die super, tollen Kostüme ab Stange, ca. 550 Euros pro Kostüm!!! Hier wollten wir tollen spanisch-arabisch Kostüme bestellen, ist leider nicht ihre Stärke. Alles war falsch, die Perlen, der Schnitt, usw. Wir haben viel weniger als geplant bezahlt, dafür mussten wir die Kostüme in der Schweiz, „abändern lassen“ und darauf zahlen, da das Nähteam in der Türkei unfähig ist, diesen Tanzstil zu nähen. Sie waren völlig überfordert! Schlussendlich entschuldigte sich Ismail, schenkte uns sogar Hüfttücher für die GAR Show und am Schluss bekamen wir einen Rabatt.
Aber, wie schon erwähnt, wir werden NIE MEHR bei ihm Kostüme bestellen!!! Der Ärger ist programmiert. Wisst ihr, wie lange braucht man um ein exklusives Profi Kostüm zu nähen?? Knapp 20 Stunden. Das heisst: billige Kostüm im Basar benötigen höchstens 10 Stunden Arbeit!
Bei Misar Butik: Es ist ein Familienunternehmen. Sie sind sehr freundlich und hilfsbereit aber die Verständigung ist eine echte Katastrophe! Mit Hände und Füsse redeten wir! Auch hier waren die bestellten Kostüme völlig falsch geschnitten: zu gross oder zu knapp und auch mit ganz wenig Material darauf. Wir reklamierten sofort und alle Kostüme wurden teilweise nochmals angefertigt! Hier kauften Jasmin, Sabrina, Theres, Nabila und Cony: je ein bis zwei Kostüme, bestellt und ab Stange. Dafür kosten alle Kostüme NUR 300 Euros pro Stück! Nicht so exklusiv wie bei Sim Moda Evi, aber echt sehr schön und edel angefertigt!

Um 15.30 Uhr kommen Nabila und Jasmin ins Sim Moda Evi zurück. Auch sie sind mit ihren Kostümen einigermassen zufrieden, nachdem einiges abgeändert, angepasst wurde und vor allem verschönert. Nach endlosen Erklärungen, Abänderungen und Anproben sitzen diese Kostüme mehr oder weniger gut und wir verlassen das Schneideratelier schwer bepackt; mit einem dumpfes Gefühl im Bauch: es war nicht das Wahre.

Im Hotel angelangt sind alle Girls schon versammelt und haben sich für den Ausgang hübsch gemacht.

4.Tag: Montag Abend

Um 19.15 werden wir vom Shuttle Bus abgeholt und zum Hafen gefahren wo unser Schiff schon auf uns wartet. Und schon sind wir darauf und schaukeln auf dem Bosphorus herum. Bei einem fast 4-stündige Essen und um die Show zu geniessen.

Es war kalt und einige von uns mussten mit Jacke essen. Auch hier wurden wir voll beschissen: vor einigen Tagen, als wir die Schiffkreuzfahrt gebucht hatten (50 Euros pro Person!!), bekamen wir ein Prospekt dass ganz anders aussah als das was wir erlebten. Da es nicht Hochsaison ist in Istanbul, bekamen wir ein kleines, unbedeutendes Schiff, dass an einer Take Away Laden erinnerte, mehr als etwas anderes!! Kein Stil; schlicht und langweilig! Das Schiff war überhaupt nicht dasjenige das auf das Prospekt abgebildet war! Wie gesagt, zu wenig Touristen heisst „billige Show“ und das bekamen wir!! Es gab ein DJ am Bord: er legte allerlei Musik: Techno-Beats, Türkisch, House, Trance usw. Wir baten ihn mehrmals den Musikstil zu wechseln, da wir nicht unbedingt westliche Musik hören wollten. Er tat es auch!

Nach langem Warten kam dann endlich die Tänzerin. Der Anfang ihrer Show, sprich die ersten zwei Tänze, war recht gut. Doch plötzlich ging sie auf die Gäste los! Den Männern zog sie gewaltsam das Hemd vom Leib und mit den Frauen machte sie komische und undefinierbare Bewegungen am Boden. Als die Tänzerin „fertig“ war und sich umzog, haben wir beschlossen, intern, ihr einmal zeigen, was Bauchtanz heisst.
Wir gingen zum DJ und verlangten einige Musikstücke, die wir ganz gut kannten. Er machte mit und wir tanzten Gruppenweise halbe Choreo’s oder wir improvisierten zusammen. Wir hatten eine Mega Stimmung losgelöst; sodass die anderen 6 Gäste, darunter Inder die am Bord waren, angesteckt wurden und tanzten alles Mögliches mit uns!! Nabila und Cony tanzten sogar Bollywood auf einer passenden Musik mit Discolicht! Dann kam der Inder (Gast) und überreichte uns seine Visitenkarte: er sei Events Veranstalter in India (Bangalore und Bombai) und hat betont, er wolle unbedingt mit uns in Kontakt bleiben! Kurz vor dem Aussteigen, stand die „Bauchtänzerin“ auf und wollte ihre Ehre retten: auf der Tanzmusik WARDA tanzte sie (in Jeans) eine ganz schöne Choreo! Danke schön!

Wir entdeckten dass einige Schülerinnen tänzerisch recht talentiert sind: Jasmin Glaus tanzte einen wunderschönen R’n’B, Cony auf House, Jasmin und Veronika improvisierten auf orientalisch, etc….

Ansonsten war der Abend sehr gelungen, wir hatten viel Spass und konnten uns voll abtanzen, dass auch die Letzten ihre Jacke ablegen konnten.



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